27. März bis zum 15. Mai 2011

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Bereits im Winter 2010 kam uns Beiden die Idee einmal mit den Motorrädern durch Marokko zu fahren.

Warum uns eine solche Idee im Wintersport bei einem mit Alkohol verfeinertem Heißgetränk kam, na ja wer weiß das schon.
Seltsam nur, die meisten die uns kennen wunderten sich nicht.
 
Wir waren jetzt schon so oft die Alpen rauf und runter, durch den Balkan und durch Spanien gefahren, dass es an der Zeit war, mal das Reiseziel komplett zu ändern.
Erster Gedanke war, rauf aufs Mopped, runter bis Tarifa, rüber mit der Fähre, über den hohen Atlas, dann Richtung Osten, durch Algerien weiter bis Tunesien, in Tunis auf die Fähre nach Sizilien, rüber aufs Festland und quer über den Stiefel Italiens bis nach Hause.
 
O.k. vielleicht ein Heißgetränk zu viel - oder zu heiß.
 
Auf Grund der gesamtpolitischen Situation in Nordafrika (Grenze zwischen Marokko und Algerien ist dicht) haben wir uns von diesem Vorhaben dann verabschiedet. Was nicht ist, kann ja irgendwann noch mal werden.
 
Dann legten wir uns aber auf folgende Reise fest:
Autoreisezug bis Südfrankreich (Narbonne), mit den Motorrädern dann weiter bis Algeciras, mit der Fähre bis Tanger, dann vier Wochen durch Marokko mit den Schwerpunkten Hoher Atlas, Antiatlas, Straße der Ksabah mit den Seitentälern und Schluchten, Erg Chebbi, sowie ein Teil der Atlantikküste. Dabei sollen dann immer wieder größere Abschnitte mit Schotter und Pisten dabei sein, schließlich sind wir ja 2009 vom Sporttourer auf Reiseenduro umgestiegen.
 
Zurück geht es dann über Portugal, Galicien, Baskenland, Pyrenäen wieder Richtung Heimat. Bei akzeptablen Passverhältnissen über die Alpen. Wir beabsichtigen nur in absoluten Ausnahmefällen eine Autobahn zu benutzen.
 
So ist derzeit der Plan.
 
 
Die Vorbereitung:
 

 

2010 haben wir in Bosnien bei Reiner Linden eine Woche Endurofahren trainiert. Das war eine geniale Idee, selten so viel Spaß innerhalb einer Woche gehabt. Aber auch selten so viele Blutergüsse. Dafür ein dickes Danke und einen lieben und herzlichen Gruß in Richtung Bosnien an Reiner, Ivan, Toni und Alberto.
Für Interessierte der Link dazu: http://www.enduro-connection.com
(Wir kommen 2012 wieder - schon reserviert )
 
 
Unsere doch deutlich schwereren Reiseenduros werden zwar nicht so einfach zu händeln sein, wie die leichte KTM bzw. Beta vom Reiner, allerdings haben wir auch nicht vor auf allzu schwerem Terrain unterwegs zu sein, ein wenig Schotter und Piste reichen uns da schon. Schließlich werden wir auch bei sieben Reisewochen mit reichlich Gepäck samt Zelt unterwegs sein. (Tricky Tricky gibts dann wieder 2012 )
Wir haben beide Motorräder mit einigen Anbauteilen der Firma Touratech gegen Steinschlag geschützt, insbesondere die doch recht freiliegende Lambdasonde sowie die Scheinwerfer.
 
Als Bereifung haben wir auf beiden Maschinen den Continental TKC 80 Twinduro aufgezogen.
 
 
Zur weiteren Vorbereitung wurde das Internet gequält und unzählige Reiseberichte gelesen, wir kauften mehrere Reiseführer, wobei ich hier einmal zwei hervorheben möchte, als Tip für diejenigen von Euch, die einmal Ähnliches vor haben. Zum Einen ist dies der Reiseführer von Edith Kohlbach (sehr informativ mit guten Tips abseits des eigentlichen Tourismus und bestens zur Vorbereitung geeignet) und der von Baedeker (gut beschrieben und illustriert, dazu eine gute und recht aktuelle Straßenkarte von Marokko).
 
So, jetzt kann es aber auch wirklich los gehen.

 

 

 

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