03.April 2011

Hallo zusammen, auf diesem Wege erst einmal vielen Dank fuer all die lieben Geburtstagsgruesze von Piet. Ich habe mich unheimlich darueber gefreut; seid mir nicht boese, dasz ich nicht alle einzeln beantworte.

Zur Feier des Tages hat Jutta mir ein Open-Air Konzert organisiert.

Wir sind aktuell in Marrakesch und haben uns auf einem tollen Campingplatz ein Berberzelt gemietet. Auszerdem kaempfen wir hier mit einer verfluchten arabischen Tastatur, wo kaum ein Buchstabe da ist, wo er hingehoert.

Wir sind jetzt insgesamt gut 2.900 Kilometer gefahren und haben unseren dritten Tag in Marokko erlebt. Auf jeden Fall Zeit genug die ersten Eindruecke verarbeitet zu haben. Dieses Land ist der Hammer und voller Gegensaetze. Zum Einen, teilweise Hochmodern, zum Anderen glaubt man, dass die Zeit Jahrzehnte stehen geblieben ist. Die Landschaft ist atemberaubend. Verwundert waren wir darueber wie gruen der Norden Marokkos ist, erst kurz vor Marrakesch hat man von der Landschft her dasz Gefuehl, Suedeuropa verlassen zu haben.

Die erste Nacht haben wir in einem guten Ibis Hotel in Meknes (eine der vier Koenigsstaedte) verbracht. Das Restaurant in der Stadt war der Kracher. Meknes selbst hat eine sehr schoene Altstadt.

 

Auf der Fahrt dorthin mussten wir feststellen; dasz es neben der Tour de France auch eine Tour de Maroc gibt. Dumm ist nur, dasz wir mit Meknes das identische Etappenziel hatten, mit dem Ergebnis; dasz wir ca. 40 Kilometer hinter den beiden langsamsten her gefahren sind und der ohnehin schon chaotische Verkehr in Meknes (ca: 560.000 Einwohner) voellig zum Erliegen kam. Ich kenne ja Paris und Barcelona im Berufsverkehr mit dem Motorrad, aber das stellt wirklich alles in den Schatten. Dazu kamen dann 34 Grad im Schatten. Da haben die ersten Nordafrikaner schon mal heftige und lautstarke Schimpfe mit rheinlaendischem Dialekt bekommen.

Am zweiten Tag bremste uns am Nachmittag ein echter und recht heftiger Sandsturm aus (wehe uns kommt in Deutschland noch mal einer mit Feinstaubproblematik) und wir sind in einer "Arbeiterstadt" Namens Beni Melall in einem recht einfachen Hotel abgestiegen, wobei absteigen durchaus woertlich zu nehmen ist. Aber so haben wir das wahre Leben kennen gelernt und sind um einige Erfahrungen reicher.

 

einfach halt

Ein Grusz an die Kolleginnen und Kollegen - die Globalisierung schreitet fort.

 

Bemerkenswert ist mit wieviel Herzlichkeit uns die Menschen hier begegnet sind. Zum Schutz der Motorraeder hat die ganze Nacht ein aelterer Herr auf einem Stuhl daneben gesessen und aufgepasst. (natuerlich gegen Bakschisch)

Der heutige Tag war bislang sowohl landschaftlich als auch fahrerisch der Hammer. Wir haben den Wasserfall von Ouzoud besucht (ca. 120 Meter hoch), dort haben wir uns einen netten Guide gebucht, der uns alles rund um die Wasserfaelle inklusive Land und Leute erklaert hat.

 

Der heutige Tag war recht frisch, teilweise nur 11 Grad auszer an den Wasserfaellen; wo wir in Motorradklomotten unterwegs waren, dort waren es wieder knuffige 27 Grad.

Dank Garmin haben wir uns kaum verfahren......

...Danke Frau Garmin (Uschi) 

Kurz vor Marrkesch fing es dann leicht an zu regnen, ab uebermorgen soll es dann aber sehr heisz werden, na ja, warten wir ab.

Harira (Eintopf) und Tajine (Schmortopf) haben sich bereits jetzt zu unserem Leibgericht entwickelt.

04. April 2011

Heute waren wir zu Fusz in Marrakesch. Ein netter Taxifahrer hat uns durch das Verkehrschaos sicher in die Medina kutschiert. Dort erkundeten wir einige Maerkte und Sehenswuerdigkeiten. Die Stadt ist unglaublich und eigentlich nicht zu beschreiben. Man musz sie selbst erlebt haben. Die Altstadt (Medina) ist ein einziger Marktplatz, aus jedem Loch, dasz in einem Gebaeude ist wird irgend etwas verkauft. Es gibt nichts was es nicht gibt. Da wird die Auspuffanlage fuers Mofa, die es hier uebrigens mehr als reichlich gibt, direkt neben der Rinderhaelfte verkauft. Der Platz Djemaa El-Fna (Platz der Gehaengten) ist ein einziges Gewusel, Gaukler, Schlangenbeschwoerer, Geschichtenerzaehler und Berberaffen und am Abend verwandelt sich dazu alles in eine riesige Garkueche. (Und das war lecker )

 

vorher

nachher

An 5. April haben wir einen kleinen Ausflug ins hoechst gelegene Skigebiet Nordafrikas nach Oukaimeden (ca. 2650 m hoch) gemacht. Nachdem wir nun Sandsturm und sindflutartigen Regen hatten ueberraschte uns der Wuestenstaat dort mit Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt.

 

Auf dem Weg dorthin haben wir im Ourika-Tal noch die bis dahin beste Tajine gegessen,

 

die allerdings mit etwas Mut mit einem Gang ueber eine mehr als klapprige Haengebruecke erkauft werden musste.

Am 6. April haben wir ueber zwei unterschiedliche Strecken mal versucht den Hohen Atlas zu ueberqueren. Der Pass Tiz'n Test war aufgrund der heftigen Regenfaelle der letzten Tage durch Schlamm- und Steinlawinen nicht passierbar, so dasz wir wieder umkehren mussten. An anderer Stelle war der Fluss einige Kilometer hinter Amizmiz leider deutlich hoeher als die Strasze und hat grosze Kiesel in den Weg gelegt, so dass wir auch hier passen mussten. So haben wir einen netten Ausflug auf die Schotterstraszen des Hohen Atlas gemacht, was einen Riesenspasz machte.

 

7. April 2011

Heute Morgen haben wir unseren geliebten Camping Platz "Lerelais Marrakesch" nach vier Uebernachtungen verlassen und sind ueber den Tiz'n Tichka Pass ueber den Hohen Atlas.

 

Das war ein absolutes Highlight sowohl vom Fahren her, aber auch fuer die Augen. Wir sind nun in Ouarzazate und haben damit eines unserer weiteren Etappenziele erreicht, den noerdlichen Teil der Sahara. Und man merkt es wirklich, hier beginnt die Wueste, absolut der Hammer.

 

Ab Morgen werden wir dann Tagestouren in die Umgebung machen und uns die ein oder andere Kasbah anschauen. Bilder werden folgen. Auszerdem wollen wir uns die Filmstudios anschauen, wo unter anderem auch "Gladiator" gedreht wurde.

Wir wuenschen Euch Allen bis dahin alles Gute, uns geht es bestens, vielen Dank fuer die vielen Eintragungen ins Gaestebuch, nur weiter so  

Damit ihr Euch nicht die Finger wund scrollt, geht es weiter auf der Seite "Marokkos Sueden".

 

 

 

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