durch und durch Marokko Teil 2

Hier entsteht der zweite Teil unserer Marokkotour 2013. Leider verfügen wir derzeit nur über einen Surfstick mit einer Übertragung per GPRS und das scheinbar auch noch zu Fuß auf Schlappen. Dadurch ist ein Hochladen von Fotos derzeit leider nicht möglich, wir holen das sobald es geht nach. Wir wollen aber noch einige Tage auf diesen wunderbaren Campingplatz bleiben, also bitte ein wenig Geduld.

 

 

Sonntag, 10.11.2013

Von "Camp Beduin" nach Guelmin - 402 Kilometer

Eigentlich gibt es von dieser Tour nicht so sehr viel zu berichten. Wir sind die gleiche Strecke auf den Weg in den Süden ja bereits gefahren. Allerdings hatten wir diesmal deutlich weniger Wind und Wolken, so dass wir die Fahrt deutlich mehr genießen konnten. Insbesondere konnten wir immer wieder einen Blick auf die wirklich imposante Steilküste zwischen Tan Tan und Tarfaya werfen.

 

Das war wirklich nett, auf der einen Seite den Atlantik, auf der anderen Seite Geröllwüste, in der sich immer wieder kleinere und größere Herden von Dromedaren aufhielten.

In Guelmin stiegen wir in dem wirklich guten Hotel "Hamza" ab. Wirklich ein gutes und empfehlenswertes Hotel, leider hatte das Restaurant geschlossen. Das Essen außerhalb war zwar günstig aber leider auch nur mäßig.

 

 

 

Montag, 11.11.2013 täh täääh

Von Guelmin nach Icht - 192 Kilometer

Eine Fahrt immer entlang des Antiatlas auf der einen Seite und karger Geröllwüste auf der Anderen. Eine tolle Fahrt mit einem recht lustigen Tankstopp kurz hinter Guelmin. Wir dachten zunächst die Tankstelle wäre außer Betrieb, von wegen, es gab sogar noch Tee, einen Milchkaffee, Gebäck, Tomaten, Zwiebeln, Brot und Wasser. Da haben die alten Gauner doch mal eben alles aus den Touris rausgeholt. Na ja, Getränke und Einkauf waren gerade eben mal umgerechnet 3 Euro. Auf jedenfall war es ein lustiger Aufenthalt.

 

In Icht sind wir nur auf dem Herbergs- und Campinganlage Borj Biramane

angekommen, nachdem wir wieder zwei Kontrollposten passiert haben. Und die ist wirlich eine Wucht, die Lage sensationell vor einem Berg, ein toller Garten, in dem die Unterkunftshäuser stehen, dazwischen immer wieder Platz für das eigene Zelt. Ein schönes Restaurant, mit kleinem Pool. Einfach schön, eine tolle Gartenanlage.

 

 

Aber das werdet ihr auf den Fotos die hoffentlich bald folgen werden schon sehen. Hier werden wir es uns erst einmal einige Tage gut gehen lassen, Das Gebiet rundum lädt wirklich zu Tagestouren ins Gebirge oder auch wahlweise in die Wüste ein.

Ach ja, und das Essen ist schon in Vorbereitung Lammtajine mmmmmhhhhhh.

 

Dienstag, 12.11.2013

Rundreise zur Agadir "Id Aissa" - "Ifrane de Anti-Atlas - Borj Biramane - 276 Kilometer

Heute sind wir zu einer wirklich schönen Rundreise gestartet. Aber bevor es losging erst einmal fürs Frühstück einkaufen. Deshalb erst einmal den Campingplatzbesitzer nach einem Minimarkt befragen, um einige Lebensmittel zu ersteigern. Ich wusste gar nicht wie laut ein Franzose alleine so lachen kann. Also sind wir zu einer ca. 20 Kilometer entfernten "Tankstelle" aufgebrochen. Dort hatten wir Glück, es war ein kleines "Cafe", das heißt ein Plastiktisch und drei Plastikstühle angeschlossen. Das heißt aber auch, man kann dort das Allernötigste einkaufen. Dort konnten wir dann Tomaten, Milch, Wasser und Eier kaufen. Ach ja und Tanken, nur nicht so wie wir dachten. Wir sind frohen Mutes an die Zapfsäule ran, die Einzige im Umkreis von mindestens 80 Kilometern. Und es passiert erst einmal nix. Dann kommt der "Tankwart" aus einer Hütte, in jeder Hand zwei 5-Liter Flaschen, gefüllt mit Benzin, und los gings. Ein Boxenstop wie früher bei der DTM, mit Trichter.

 

Dann zurück zum Campingplatz, und Rührei zubereiten, Rindersalami hatten wir noch, die mit Zwiebeln anbraten, und dann die Eier zerschlagen und verühren. So einfach war das dann doch nicht, denn die Eier waren leider schon hart gekocht. Also kurz überlegen, die Tomaten klein schneiden zu der Salami und den Zwiebeln, gut durchkochen lassen, eine Chili dazu, Salz, Pfeffer und zu guter letzt die hartgekochten Eier in Stücken unterheben, so hatten wir dann lauwarmen Eiersalat alá Antiatlas.

 

Das war saulecker, dazu Fladenbrot. Durch solche Missgeschicke sind bestimmt schon viele berühmte Gerichte entstanden.

Anschließend sind wir dann zu unserer Rundreise zum sehenwerten, hoch auf einen Berg liegenden, und gut getarnten Agadir ( Getreidespeicher ) "Id Aissa", gefahren.

Agadir ( Getreidespeicher ) "Aid Aissa"

 

Von dort weiter über eine ganz kleine schmale Straße nach "Ifrane de Anti-Atlas" Dort einen kleinen Tee, den Blicken nach waren wir die ersten Touristen in diesem Jahr, dann ein wenig Obst und Gewürze eingekauft. Die Tüte Obst mal wieder für die obligatorischen 10 Dirham (ca. 85 Cent). Dann ging es über eine gut zu fahrende Piste wieder zurück zum Campingplatz. Dort gab es dann eine herausragend gute Tajine, davor Harira, danach Apfelkuchen. Dazu ein Pülleken Rosé, danach noch eins :-). Dabei haben wir uns dann noch sehr nett mit einem älteren Ehepaar aus dem Berner Oberland unterhalten, die ebenfalls auf der Rundreise waren.

 

Mittwoch, 13.11.2013

"Pistengaudi" - 84 Kilometer

Wir wollten uns eigentlich einige uralte Felsgravuren hier in der Nähe anschauen, die wir natürlich nicht gefunden haben. Angeblich sollen dort auch Elefanten und Giraffen abgebildet sein. Na ja was soll's, so hatten wir eine super geile Fahrt auf einer sehr guten Piste.

 

Wir kamen überraschend in einer kleinen bewohnten Oase aus, konnten dort die kleinen "Wegelagerer" wieder mit Bonbons und Kugelschreiber glücklich machen. Wir sind dann noch etwas weiter, bis wir dann doch verdächtig nahe an der algerischen Grenze waren.

 

Da der Grenzverlauf hier nicht wirklich eindeutig geklärt ist, haben wir einige Kilometer vorher wieder Kehrt gemacht, bevor man uns diesen dann vor Ort ganz genau erklärt, sind wir wieder zurück und haben uns auf der tollen Piste ein wenig ausgetobt, dann wieder zu unseren tollen "Flaschentankstelle", diesmal brauchte er ein paar Pullen mehr.

 

Jetzt sitzen wir wieder auf unseren Campingplatz und lassen es uns gut gehen, bei immerhin weit über 30 Grad. Es ist wirklich richtig heiß hier, zumal kaum Wind weht. Morgen brechen wir dann auf nach Tafraoute. Dort werden wir uns im Zentrum des Anti-Atlas einige Tage niederlassen und diesen etwas näher erkunden. Vor zwei Jahren waren wir leider bei recht schlechtem Wetter dort. Wir hoffen, dass wir diesmal die tolle Landschaft besser genießen können.

Ach ja, eins noch, ein Angestellter des Campingplatzes hat gerade unseren Surf-Stick der Maroc Telekom mit der Aufschrift "3G" gelesen. Diesmal habe ich einen Marokkaner sehr laut lachen hören. "GPRS", lachte er laut, nur "GPRS" Inschallah - "so Gott will". Er schüttelte lachend den Kopf und ging weiter Pflanzen gießen.

Donnerstag, 14.11.2013

Von Icht nach Tarfraoute - 268 Kilometer

Wir haben heute die Region Südmarokko und damit auch endgültig den Bereich der Westsahara in Richtung Norden verlassen und sind nun im Herzen vom Anti-Atlas in Tafraoute, wo wir uns auf einen Campingplatz, na ja eher Stellplatz für Wohnmobile niedergelassen haben. Der Boden ist hier so hart, dass selbst zuvor gekaufte Titanhäringe sich verbogen haben. Aber wenn es hier eins im Überfluss gbt, dann sind es Steine. Also müssen die unser Zelt halten.

 

Auf dem Weg hierhin sind wir langsam aber stetig berauf ins Gebirge rein, über gut präparierte Piste, super schöne Serpentinen des Col du Kerdous, einfach ein Traum, und unglaublich schmale asphaltierte Straßen, die sich durch den Anti-Atlas winden.

 

Und das alles fast ohne Verkehr, wenn es welchen gab, dann gab es allerdings auch abenteuerliche Ausweichmanöver quasi am Rande des Abgrunds. Ansonsten sind wir eine Menge Straße und Wege gefahren, die weder Frau Garmin, noch unsere Landkarte kannten. Aber wir sind gut und heile angekommen und haben vor allem auch noch sehr gut in einem netten Restaurant zu Abend essen können. Alles in allem ein sehr schöner Tag. Wir sind hier auf ca. 1200 Meter Höhe im Gebirge, was man natürlich an den Temperaturen merkt. Tagsüber sind es zwar noch knapp unter 30 Grad, aber gerade ziehen wir uns bei 19 Grad wolkenlos, doch mal eine wärmeres Jäckchen über :-)

Freitag, 15.11.2013

Oasen- und Schluchtentour - 103 Kilometer

Eine wirklich sensationelle Fahrt, da gehen einem wirklich die Wort aus, die wir heute hatten.

 

Wir sind von Tafraoute aus in Richtung Schlucht und Oase von Ait Mansour, die Straße schlängelte sich unglaublich schmal und nah am Abgrund die Berge hoch, bis auf 1.800 Meter. Von dort ging es dann in eine spektakuläre Schlucht runter, die immerhin noch auf 1.000 Höhenmeter lag.

 

Da ging es dann über eine maximal fahrradwegbreite Piste durch die Palmen, immer an einem kleinen Bach entlang.

 

Kilometerweit sind wir dadurch, echt unglaublich, hin und wieder den Kopf einziehen, sonst hätten uns die Palmwedel vom Mopped gehauen. Und das wollen wir ja nicht. Anschließend sind wir dann wieder den Berg hoch, um dann wieder eine Piste runter zu fahren. die war wirklich gut präpariert und man konnte sie zügig fahren, leider war sie nach wenigen Kilometern zu Ende. Wir sind dann durch ein trockenes Flussbett, das war zwar sehr steinig, aber doch recht gut befahrbar war. Nach mehreren Kilometern, die teils recht tricky waren aber wirklich richtig Spaß gemacht haben, sind wir dann wieder in Tafraoute ausgekommen. Dort haben wir dann nördlich des Ortes im Gebirge noch die "bunten Felsen" besichtigt.

 

Die hat irgendwann mal ein belgischer Künstler hier überwiegend blau angemalt. Eine ähnliche Aktion hat er wohl auch schon in Kenia und im Tibet gemacht. Was das soll ? Keine Ahnung. Wie hieß es früher in der Schule immer, was will uns der Künstler damit sagen? Ich glaube der ist durch das Rif-Gebirge im Norden angereist, dort befindet sich angeblich das größte Hanfanbaugebiet der Welt.

 

Aber es war schon interessant, da die gesammte Felsenformation hier rund um Tafraoute sehr skurill ist. Und man konte dort oben wirklich toll Piste fahren, auch mit unseren schweren Moppeds, das hat Gaudi gemacht.

 

So aber jetzt muss ich Schluss machen, denn unser Campingplatzchef ist angeblich gelernter Koch und der macht für uns und drei weiteren Motorradfahrern, die wir hier getroffen haben eine hoffentlich geile Tajine mit Ziege. Deswegen muss ich jetzt eben die Flasche Wein dazu aufmachen.

 

Bis denne

Samstag, 16.11.2013

Rundfahrt durch den Antiatlas - 198 Kilometer

Nachdem wir auf den Campinplatz herrlich gefrühstückt hatten, es gab wieder sensationelles Rührei mit Tomaten, Paprika und Zwiebeln, lecker lecker sag ich Euch, wollten wir eigentlich direkt zu einer Rundreise antreten. Aber auch nur eigentlich, denn plötzlich betrat ein kleiner "Wanderbarbier" den Campingplatz. Nach einer kurzen Verhandlung und Inaugenscheinnahme meines nunmehr drei Wochen alten Bartes, waren wir uns

 

schnell einig, der muss ab. Also hab ich ein Leibchen angezogen und mich auf einem meiner Alukoffer bequem gemacht, das Messer wurde gewetzt und schwuppdiwupp weg war er. Glatt wie ein Kinderpopo nur älter, deutlich älter ;-)

 

Dann sind wir los und haben eine Rundreise über Ait Baha zurück nach Tafraoute gedreht. Eigentlich ist alles schon mehrfach erwähnt, unglaublich tolle Landschaften.

 

Man könnte wirklich hinter jeder Kurve anhalten und ein Foto machen, so abwechslungsreich ist die Landschaft im Anti-Atlas. Und die Straßen boten wieder alles, herrliche Sepentinen, wie auf den besten Alpenpässen, enge Schluchten, ich weiß nicht über wieviele Bergrücken wir gefahren sind.

 

Die ganze Zeit hielten wir uns in einer Höhe von 1.500 bis 1.850 Metern auf. Der Straßenbelag war von sagenhaft über grottenschlecht bis hin zu gar nicht vorhanden. Aber eines hatten sie alle gemeinsam, sie waren verdammt schmal. PKW-Breite und je am Abhang, natürlich ohne Leitplanken und am Berg ein schmaler unbefestigter Streifen zum Ausweichen, sollte denn doch mal jemand entgegen kommen, was aber auf Grund des doch wenigen Verkehrs eher selten der Fall war.

 

Dann ist uns eins unangenehm aufgefallen. Wir hatten zwar immer noch blauen Himmel und nur ganz wenige Wolken, aber es wurde Kalt, Die Temperaturen sind innerhalb von zwei Tagen von über 30 Grad auf unter 10 Grad gefallen. Dazu ein richtig stürmischer Wind, brrr... da haben wir doch etwas geschnattert. Aber das ist Wetter, da haben wir keinen Einfluss drauf, also durch. Abends dann gab es Tajine mit Ziege, vom Campingplatzwirt persönlich zubereitet. Diese war jedoch eher mäßig. Aber was soll's, es kann nicht immer alles super sein, wir hatten ja noch Wein zum runterspülen im Koffer, also runter damit.

 

Sonntag, 17.11.2013 (Herzlichen Glückwunsch mein Patenkind!!!)

Von Tafraoute nach Ouarzazate -372 Kilometer

Heute sind wir Richtung Nordosten, nach Ouarzazate, dem "Tor zur Sahara". Dort kratzen wir zum letzten Mal auf unserer Reise die Wüste an, bis es dann von dort über den hohen Atlas nach Hause geht. Die Fahrt ging über unzählige Berge und zunächst wirklich über eine Straße, die den Namen mal wieder nicht verdient hatte. Der Asphalt lag in Bruchstücken rum, die Schlaglöcher so tief und scharfkantig, dass man Angst um Reifen und Felge hatte. Haben dann in einer Stunde auch sagenhafte 25 Kilometer geschafft. Dann wurde die Straße immer besser, der Asphalt war gut, die Straße schmal, man musste aber immer noch aufpassen wie der Teufel, weil tiefe Schlaglöcher lauerten immer noch. Aber man konnte zumindest so um die 60 bis 80 km/h durchrollen. Wieder unzählige Berge überquert und Schluchten durchfahren. Wer immer den Anti-Atlas angelegt hat, er muss Fahrer oder Fahrerin einer Reiseenduro gewesen sein.

 

Aber auch auf dieser Fahrt war es bitter kalt, ein eisiger Wind blies uns trotz strahlend blauem Himmel ins Gesicht. Unterwegs haben wir in Talouine Rast gemacht, einen heißen Tee getrunken und eine kleine warme Mahlzeit zu uns genommen. Und das wichtigste dieser Tour, deswegen auch diese Route, wir haben in einem Hotel, in dem wir bereits vor zwei Jahren übernachtet haben, Safran gekauft mmmmhhhh jamm jamm lecker.

In Ouarzazate sind wir dann im Hotel Almal abgestiegen. Dort waren wir auch schon vor zwei Jahren, ein kleines sehr einfaches aber auch sauberes Hotel, zentral gelegen. Da es bereits dunkel wurde, wollten wir auch nicht mehr auf die große Suche gehen, denn Hotels gibt es hier unglaublich viele.

 

Montag, 18.11.2013

Ouarzazate - Ait Ben Haddou - Oase Fint - Ouarzazate

 

Heute haben wir die beeindruckende Kasbah "Ait Ben Haddou" besichtigt. Diese hat bereits häufig als Kulisse für Filme herhalten müssen. Darunter "Gladiator", "Königreich der Himmel" "Lawrence von Arabien" und zuletzt "Games of Thrones".

 

Ein echt lohnenswerter Besuch, zumal der Eintritt mit 10 Drh (ca. 88 Cent) wirklich ein Witz ist.

 

Anschließend sind wir dann zur Oase Finnt, diese wurde uns vom Personal unseres Hotels empfohlen. Es ging zunächst über steinige Piste ins scheinbare Nichts. Dann nach ca. 15 Kilometern tauchte ein Bergkessel auf. Dort lag sie dann wirklich wie gemalt.

 

 

 

Sind dann die Piste weiter, die Straßen in der Oase waren zum Teil so aus dem Fels gehauen.

 

Zum Glück fanden wir dann aber nach einigen rechts und links und auf und ab, doch einen geeigneten Platz zum Wenden. Dort war dann auch gerade ein nettes Restaurant. Also rein, Minztee und Omelette bestellt. Dann wieder zurück. Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen Einheimischen jungen Mann hinten aufs Mopped geschnallt, da er sonst den ganzen steinigen Weg zu Fuß hätte gehen müssen. Das machte das Fahren nicht einfacher, aber ich konnte ihn unmöglich diesen Weg zu Fuß gehen lassen.

Und nun sind wir wieder im Hotel und werden uns den Ort mal was genauer anschauen gehen.

Bis denne JuPie

Dienstag, 19.11.2013

Über Skoura und Toundoute ins Nichts - 198 Kilometer

Eigentlich wollten wir heute einen "Ruhigen" einlegen und mal eben ins ca. 30 Kilometer entfernte Skoura fahren, vielleicht 'ne Kleinigkeit essen und nen Tee trinken. Sind dann aber bis Toundoute durchgefahren, was auch nur einige Kilometer sind und stellten dort fest, dass eine, eigentlich als nur mit Allrad zu fahrende Piste, doch asphaltiert ist.

 

Also sind wir weiter immer tiefer ins Gebirge, die Straße schlängelte sich im passablen Zustand durch die Berge. Die kleinen Dörfer aus Stampflehm hingen regelrecht an den Abhängen.

Wirklich schön. Aber dann, so nach ca. 80 Kilometer war dann der Spaß und die Straße vorbei, nur noch die besagte Piste, die aber gar nicht mal so schlecht aussah. Also los, auch wenn wir uns vorgenommen hatten, heute nicht. Aber wir hören ja nicht auf uns. Die Piste war toll, ging durch einen kleinen Ort, wurde dann schmaler, erst gar nicht drauf geachtet, da die Landschaft einfach geil war. Dann wurde die Piste steiler und noch mal schmaler, dann der erste Rutscher, weil jetzt fast nur noch Geröll da war. Ups, dann haben wir mal einen Blick noch oben gewagt. Die Piste zog sich in abenteuerlichen Sperpentinen den Berg hoch. Autsch, da war klar, das wird mit unseren schweren Brummern nix. Aber kein Platz zum Wenden. Ein Blick auf das Navi verriet 2.130 Höhenmeter. Super Wurst, echt ne geile Idee weiter zu fahren. Einige echt brutale Kehren weiter dann aber ein kleines Plateau. Hier konnten wir endlich wenden, dann das Ganze zurück, bergab, was nicht wriklich einfacher ist. Aber alles sturzfrei hinbekommen, wenn auch mit etwas Glück. Dann wieder das Tal zurück nach Skoura, ein Cafe angefahren und das gemacht was wir eigentlich vor hattem. Tee trinken, ein Berber Omelette

essen und so tun als wär nix gewesen. Puuhh (haben ganz schön geschwitzt heute) - Geiler Tag -

Ach ja und Wegezoll in Form von Bonbon und Stilo war auch wieder fällig.

 

Abends im Ort gabs dann mal Fastfoot, Merguez-Burger mit geschmorten Zwiebeln und Tomaten. Lecker. Ein par Pülleken Bier in der Bar vom Hotel "La Perle du Sud",Frankreich vs. Ukraine dabei geschaut und dann zufrieden und saumüde ins Bett.

Mittwoch, 20.11.2013

Ruhetag - Echt ohne Scheiß

Haben jetzt ca. 7.000 Kilometer auf der Uhr und haben heute die CLA-Filmstudios besichtigt, wo u.a. Lawrencs von Arabien, Troja, Die Mumie, Königreich der Himmel, Sieben Jahre in Tibet, Der Legionär, Gladiator, und und und ..... gedreht wurde. Ach ja und Asterix und Cleopartra.

 

War sehr spaßig mit wirklich tollen Requisiten. Über Piste konnten wir dann ein weinig in die Wüste und uns "Alt Jerusalem" aus dem Film Königreich der Himmel anschauen.

Echt geil. Hatten wir vor zwei Jahren zwar auch schon gemacht, trotzdem, immer wieder ein Erlebnis. und für gerade mal 3,60 Euro Eintritt, ein wirklich erschwingliches.

Donnerstag, 21.11.2013

Von Ouarzazate nach Ouzoud - 257 Kilometer

Wir haben heute unser nettes Hotel Amlal wieder verlassen, um dann den Hohen Atlas in Richtung Norden zu überqueren. Dazu haben wir uns eine Passstraße ausgesucht, die von Skoura nach Demnate führt. Laut Reiseführer war diese früher auch für Allradfahrzeuge nur mühsam zu befahren, mittlerweile wurde sie aber für den gängigen Verkehr hergerichtet. Uns erwarteten auf einer Strecke von fast 150 Kilometer ein unglaubliches auf und ab. Die Straße zog sich in unendlich vielen Kurven und Kehren die Berge hoch, immer extrem schmal.

Auf der einen Seite immer der Berg, nicht zu nahe kommen, wegen der Koffer. Auf der anderen Seite der Abhang, am besten auch nicht zu nahe kommen.surprise Wer nicht schwindelfrei ist, sollte diese Straße meiden. Dies war von den drei Atlasüberquerungen bislang die anstrengendste, aber auch die spektakulärste.

Unglaublich was das Auge dort geboten bekam. Allerdings war es auch kalt, haben wir erst gar nicht so bemerkt, weil aufregend und anstrengend, dann aber fuhren wir durch eine Schlucht. Da es einen Tag vorher geregnet, bzw. geschneit hatte, gab es immer wieder Pfützen am Straßenrand. Diese änderten plötzlich ihren Aggregatzustand von flüssig in fest. Mir fiel es auf, da die "Pfütze" unter mir "knackte" als ich durchfuhr.

Eis !!! Super. Nicht nur Schlamm, Kies, Sand, Schlaglöcher und alles was man auf der Fahrbahn sonst noch alles nicht braucht, jetzt auch noch Eis. Aber insgesamt war der Pass wie gesagt äußerst anstrengend und mühsam aber mit einer Reiseenduro wirklich gut befahrbar. Es ging halt nur langsam voran. Immer ein Auge auf die Straße, das Andere in die Landschaft gerichtet. Ein wirklich empfehlenswerter Pass für alle Enduros, und PKW bis zu einer Größe eines VW-Bullis. Darüber hinaus könnte es in den extrem engen Kehren und auf den unbefestigten Teilstücken, insbesondere der Flussdurchfahrten eng werden.

Angenehm war auch, dass auf den gut 150 Kilometern reiner Passstraße kaum Verkehr herrscht. Uns ist lediglich ein PKW entgegengekommen, erst wenige Kilometer vor Demnate nahm der Verkehr wieder zu. Ach ja, und auf dem Pass sind immer zwei Radlader damit beschäftigt, diesen befahrbar zu halten. Die sollen laut Platzwirt jeden Tag das ganze Jahr hindurch im Einsatz sein und Felsbrocken, die teilweise ordentliche Krater in die Fahrbahn geschlagen haben, von derselbigen zu schubsen.

Jetzt sind wir in Ouzoud auf dem Campingplatz "Zebra" und haben uns hier ein nettes Zimmer genommen. Der Campingplatz ist wirklich empfehlenswert. Eine tolle gepflegte Anlage, gerade mal einen Kilometer von den Wasserfällen entfernt.

Morgen werden wir dann die Wasserfälle besichtigen, allerdings verheißt die Wetterprognose nichts Gutes. So wie es aussieht werden wir Morgen den ersten Regen unserer Reise bekommen. Wir werden es überleben.

 

Freitag, 22.11.2013

Wanderung um die Wasserfälle "Cascade Ouzoud"

Heute bei Wolken los, durch eine Plantage von Olivenbäumen,

immer einem kleinen Fluss entlang bis zu den Wasserfällen.

Wirklich ein sehr schöner Spaziergang. Zwischendurch der angekündigte Regen in Form von Nieselregen. Trotzdem, die Wasserfälle sind immer wieder beeindruckend, sie sollen die zweithöchsten Afrikas sein.

 

Morgen geht es dann je nach Witterung über die Bundesstraße oder über einige kleine Umwege und Seitenstraßen wieder in Richtung Meknes. Wir haben jetzt noch ca. 650 Kilometer bis zur Fähre, dann hat uns das europäische Festland wieder. Irgendwie schade. der "Wohlfühlfaktor" ist hier schon enorm hoch.

Bis bald JuPie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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