Donnerstag, 31.10.2013

Von Algeciras nach Meknes  -  312 Kilometer

 

Heute morgen sind wir dann mal mit einem schlimmen Weckton aus den Federn (ein Graus), um rechtzeitig an der gestern gebuchten Fähre zu sein. Dort angekommen trafen wir zunächst einen Dänen, der sich in Spanien eine 400er KTM gekauft hatte, um damit zwei Wochen Spaß in Marokko zu haben.

 

 

Wenig später traf dann ein junger Mann aus Würzburg ein, der eine 125er XT fuhr.

 

 

Er erzählte uns, das er erst im September aus Malaysia zurück gekommen ist. Den Heimweg von Malaysia trat er mit einer 650er Firestorm an, die er eigens für die Rückreise dort gekauft hatte. Besonderheit an dieser Reise, war, dass dies die erste Fahrt ohne Fahrlehrer war, also absoluter Fahranfänger. RESPEKT vor dem jungen Mann. Seine jetzige Reise führt ihn mit "leichtem Handgepäck" auf seiner 125er entlang der Westküste Afrikas bis nach Südafrika und dann die Ostküste zurück. Noch mehr RESPEKT. Wir wünschem ihm alles Gute und drücken die Daumen, dass alles so wird wie er es sich vorstellt.

Die Überfahrt verlief problemlos, diesmal haben wir auch an den Zollbeamten an Bord gedacht, die Grenzkontrolle später in Tager med. verlief ortsüblich konfus. Trotzdem waren wir nach ca. 45 Minuten durch den Zoll und hatten alle Papiere ausgefüllt, bzw. gegen ein kleines Entgeld von den "Hafengeiern" ausfüllen lassen.

Dann ging es gegen 12:30 Uhr Ortszeit über eine schöne Route nur über kleinere und größere Landstraßen, o.k. die kleineren sind bei uns asphaltierte Feldwege, die größeren Ortsdurchfahrten, bis nach Meknes. Das Straßenprofil bot einfach alles, Küstenstraße, Gebirge, Kurven, keine Straße mehr vorhanden, Schlaglöcher zum komplett durchfahren, nagelneu und glatt wie ein Kinderpopo asphaltierte Straßen, einfach alles. Auf jeden Fall war es angebracht vorsichtig und vorausschauend zu fahren, hinter jeder Kurve konnten Schlaglöcher oder irgendwelche Tiere lauern.

Achja und Menschen, die die Fahrbahn hier auch als ihren Aufenthaltsort nutzen. Zum Spielen zum Beispiel, zum Plauschen oder einfach zum Rumstehen, aber am besten mitten drauf. Dazu gesellt sich ein Mix aus Fahrzeugverkehr, der seines gleichen sucht. Vom modernen 40-Tonner LKW über moderne SUV, alterschwache Kleinwagen, Mofas sowie Pferde- und Eselsfuhrwerken ist einfach alles vorhanden. Das macht das Fahren auf den schmalen Straßen doch etwas tricky tricky. So kann es vorkommen, dass man einen Eselkarren nicht überholen kann, weil einem gerade der Porsche Cayenne entgegen geflogen kommt. Kurzum es hat einfach einen riesen Spaß gemacht. GS-Land halt.

Unser erster "Whiskey - Marrocaine"cool

 

Jetzt sitzen wir in Meknes, einem der vier Königstädte Marokkos, im Hotel Ibis und gewöhnen uns langsam ein.

 

Morgen geht es dann weiter Richtung Marrakesch, dort werden wir dann einige Tage auf einem Campingplatz unser Zelt aufschlagen und relaxen.

Bis bald.....

 

Samstag, 02.11.2013

Ruhetag..... wink

Aber dafür sind wir gestern gefahren und zwar wie. Von Meknes bis nach Marrakech, insgesamt ca. 520 Kilometer. Puuh das war hart aber auch super schön. Wir wollten halt unbendingt den Campingplatz in Marrakech erreichen, auf den wir heute bei 34 Grad sitzen und einen Ruhetag zum relaxen einlegen. Einfach toll die Anlage hier.

Aber zu gestern, wir hatten vor, nicht wie beim letzten Mal vor zwei Jahren, die Nationalstraße zu nehmen, sondern durch das Gebirge über Seitenstraßen von Meknes aus hier hin zu fahren.

 

Frau Garmin meinte das sind 423 Kilometer. Jetzt muss man allerdings wissen, wir wissen das jetzt auch, Frau Garmin kennt sich in Marokko nicht wirklich gut aus.

 

Aber es war eine tolle Tour, über Straßen kaum breiter als ein Feldweg aber zum Teil wirklich gut asphaltiert, jedoch an den Seiten sehr ausgefranst, was den Begegnungsverkehr mit LKW und sonstigen größeren Fahrzeugen zum Abenteuer machte. Denn Auslaufzone ist hier ebenfalls Fehlanzeige. Eine Besonderheit des marokkanischen Straßenbaus will sich mir noch nicht so richtig erschließen. Warum asphaltiert man eine kleine feine kurvige Straße in den Bergen, dann hört man plötzlich auf, so dass mit in wildem Schotter Geröll und Sand fährt, um die Straße dann wenige hundert Meter weiter wieder in gutem Zustand weiter zu führen. Und am besten immer direkt hinter einer Kurve mit dem Straßenbau aufhören, das ist gut für den Adrenalinspiegel. angrysmiley Und am besten hinter jeder gut ausgebauten Kurve ein Tier, wahlweise Kuh, Ziege oder Schaf auf die Fahrbahn legen, nur so zum Sonnen. Ist auch immer ein schönes Erlebnis.

 

 

Aber egal, es war eine wirlich feine Fahrt durch eine atemberaubend schöne Landschaft mit sehr wenig Fahrzeugverkehr. Allerdings mussten wir kurz hinter dem Ort Oulmes feststellen, dass die Weg-/ Zeitberechnung von Garmin für die Bux war und wir es auf keinen Fall bin Marrakech geschafft hätten. Also haben wir dann wieder den Weg Richtung Nationalstraße eingeschlagen. Hinter Aguelmouss ging es dann die letzten 150 Kilometer recht zügig voran, so dass wir pünktlich mit Einbruch der Dunkelheit, so gegen 18:30 Uhr Ortszeit das Zelt aufgeschlagen hatten. Und es nicht Lila das Zelt, sondern grau, vielleicht etwas von der Sonne verwittert, aber grau (nur für Düse dieser Eintrag cool)

Die letzten 20 Kilometer hat Frau Garmin uns dann noch feinste Schotterstrecke empfohlen, die wir gerne, wenn auch erschöpft angenommen haben, das war ein toller Abschluss eines wirlich schönen Motorradtages.

 

 

Morgen werden wir dann noch auf dem Campingplatz bleiben und eine Tour in den Hohen Atlas unternehmen. Vermutlich werden wir ins Ourikatal fahren, denn dort gibt es wirklich tolles Essen, wer hätte das gedacht, das wir deswegen dorthin fahren.wink

Sonntag, 03.11.2013

Ausflug ins Ourika-Tal - 146 Kilometer

Nachdem wir auf dem Campingplatz unser selbst hergerichtetes Frühstück verzehrt haben. (Für alle die es nicht interessiert, es gab angebratene Merguez Würstchen in Scheiben mit Frühlingszwiebel, Paprika, Tomatenwürfel und frischen Chilischoten, dazu 'ne Kiste Eier und das alles gerührt)

Dann ging es auf in Richtung Ourika Tal. Wir waren bereits 2011 dort und es war ein Traum, also noch einmal hin. Leider war es diesmal anders, Auto an Auto reihte sich in diesem wirklich wunderschönen aber auch engen Tal mit kaum Überholmöglichkeiten. Aber wir wollten unbedingt bis zum Ende durch, da dort ja die Wasserfälle sind, die wir auch 2011 nicht gesehen haben. Aber nur zwei Kilometer vorher verließen uns die Nerven und drehten um, der Fahrzeugverkehr war kaum mehr zu ertragen. Selbst mit unseren Motorrädern wurde es eng und ungemütlich. Also zurück und an einem der unzähligen Feld-, Wald, und Wiesen-Restaurants entlang des Gebirgsbaches anhalten und Essen.

 

Das war eine gute Idee, weil saulecker. Dort trafen wir dann auf einen Marokkaner, der aber in Hamm/ Westfalen lebt, der erzählte uns, dass in Marokko gerade die Herbstferien angefangen haben und die meisten in Marrakech lebenden Menschen sich dann aufmachen ins Atlasgebirge. Das Ourika Tal ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in einem solchen Fall. Wir haben es gemerkt. Aber egal, also zurück zum Campingplatz, unterwegs ein paar Beeren vom Straßenrand gekauft,

 

ein nettes Cafe

 

besucht und einen schönen Abend auf dem Campingplatz mit netten Menschen gehabt.

Montag, 04.11.2013

Von Marrakech nach Immousane - 303 Kilometer

Heute sollte es dann weiter gehen, zunächst immer Richtung Atlantik, das ging gut und zügig, da die Straße dorthin in einem sehr guten Zustand ist. Teilweise ist sie sogar Autobahnähnlich als vierspurige Straße ausgebaut. Man konnte so locker rollen lassen und die karge aber doch faszinierende Landschaft genießen. Unglaublich wie viele Farben doch Sand haben kann. Am Antlantik erreichten wir dann zunächst Essaouira, eine faszinierend schöne Stadt. Bereits am Vorabend auf dem Campingplatz empfahl und ein Paar aus Schwäbisch Hall unbedingt das Restaurant "Chez Sam" im Hafen zu besuchen.

 

Also nichts wie hin. Der Hafen war leicht zu finden, der Verkehr hielt sich in Grenzen. An der Einfahrt zum Hafen dann ein Polizei- und Zollposten, der nur berechtigte Fahrzeuge durchlassen durfte. Ich nuschelte etwas durch meinem Helm, französich kann ich ja nicht, erwähnte "Chez Sam" und erhielt als Anwort: "Aaahhh Chez Sam" dann erzählte er mir was auf französich, was ich nicht verstand und wies mir mit der Hand die grobe Richtung. Irgendwie habe ich noch das Wort "Attention" verstanden. Ich wusste schnell was gemeint war, wir fuhren durch den Fischerhafen, wo Fischer ihre Netze sortierten, natürlich störten wir, aber unter Zoll- und polizeilicher Erlaubnis fuhren wir zum Restaurant vor. Und dieses Ding ist wirklich der Knaller, sowohl vom Ambiente, als auch vom Essen. Es gab Filet vom St. Pierre-Fisch, übersetzt heißt das der heilige Piet-Fisch :-)). Eine Sensation zum kleinen Preis und sagenhafter Atmosphäre direkt am Wasser.

 

 

Gut genährt ging es dann in Richtung Süden. Die N 1 entlang des Atantiks ist ab Essaouira wirklich ein Traum eines jeden Motorradfahrers. Man kann sie ein klein wenig mit der Küstenstraße in Kroatien vergleichen. Von der Landschaft und vom Meer her nur alles etwas wilder. Zwischendurch fuhren wir einen kleinen aber lohnenswerten Umweg über das "Cap Sidi Kaouki". Am Abend machten wir dann einen Abstecher in Richtung Pointe Imessouane und kehrten dort in die kleine aber feine Herberge "Tasra" ein, die überwiegend von Surfern besucht wird. Nach einem guten Essen und einigen Dosen "Flag Speziale" ging es dann müde und zufrieden ins Bett.

Dienstag, 05.11.2013

Von Pointe Immesouane nach Tiznit - 342 Kilometer

Nach einem kleinen Frühstückssnack ging es weiter über die supergeile Küstenstraße in Richtung Agadir. Als eigentliches Ziel hatten wir uns das Offroad-Camp "Bou-Jerif" ausgeguckt. Aber es kam natürlich anders. Wir sind ja auch nicht unterwegs um gesetzte Ziele zu erreichen, sondern um Urlaub zu machen. Kurz vor Agadir lächelte uns auf der Landkarte so eine geschnörkelte Straße mit dem hübschen Namen "Vallee du Paradis" an. Das hieß ca. 100 Kilometer Umweg und das Camp nicht mehr erreichbar. Aber bei dem Namen blieb uns nichts übrig, wir mussten da durch. Und dieses Tal hat seinen Namen verdient. Es ist mit Worten eigentlich nicht zu beschreiben. Auch einige Fotos sagen nichts über das aus, was man auf diesen genau 98 Kilometern alles sieht. Tiefe Schluchten entlang eines Gebirgsbaches, unzählige Dattelpalmen, Oliven- und Arganienbäume.

 

 

Dazu schlängelt sich die Straße in Serpentinen immer mal wieder auf eine Höhe von 1.250 Metern, um dann wieder auf Meeresspiegelniveau am Antlantik zu enden.

 

Die Straße, sehr schmal, teilweise hervorragend und teilweise schlecht, ach ja und teilweise gar nicht asphaltiert. Aber das hatten wir ja schon und ist hier für auf der Landkarte gelb markierte Straßen normal. Unterwegs gab es dann in einem Cafe den besten Tee Marokkos, das sagen sie alle, aber der war wirklich sehr gut und das Personal saunett. Wir haben uns ein wenig auf arabisch, englisch, französich, spanisch und deutsch unterhalten. Alles in einem Satz natürlich, aber irgendwie kamen wir klar und es war sehr lustig.

Unterwegs trafen wir noch einen kleinen "Wegelagerer"für Bonbons und "Stilos", den wir zufriedenstellen konnten.

 

Am Abend landeten wir dann nach einer unglaublich langen schnurgerade verlaufenden Straße (ca. 80 Kilometer) in der hübschen "Vorwüstenstadt" Tiznit. Hier haben wir wieder einmal auf unseren Reisführer vertraut und sind in dem einfachen, wirklch sehr einfachen aber auch pikobello sauberen Hotel "Mauritania" abgestiegen.

Kleine sehr einfache Zimmer mit neuen Betten, sonst nichts, einem kleinen, alten aber sehr sauberen Bad. Aber der Hammer ist der Preis, man verlangt für ein Doppelzimmer insgesamt 80 Dirham, das sind umgerechnet 7,20 Euronen. Unglaublich, die meisten Campingplätze sind teurer. Trotz Ruhetag hat man uns dann auch noch was zu essen organisiert, es gab gegrilltes Hähnchen mit Pommes und Salat von einem Grill aus der Nachbarschaft. Ein Essen, das es scheinbar rund um den Globus gibt.

Ach ja, bevor ich es vergesse, das Casablanca Lager Bier ist wirklich nicht schlecht, aber die haben jetzt keins mehr.

Mittwoch, 06.11.2013

Von Tiznit nach Ksar Tafnidilt - 251 Kilometer

Heute ging es dann nur in Richtung Süden. Zunächst Richtung Altlantik un dann erst einmal bis Sidi Ifni die Küste entlang. Dort haben wir dann endlich einmal die Felsenbögen von Legzira besichtigt.

 

Vor zwei Jahren haben wir usn fast einen Ast danach abgesucht, sie jedoch nicht gefunden. Eigentlich waren sie einfach zu finden diesmal, einfach da gesucht, wo wir vor zwei Jahren nicht waren und es war direkt ein Volltreffer. Ein sensationell schöner und spektakulärer Küstenabschnitt. Das Wasser hat hier im Laufe der Zeit unglaubliche Felsenformationen gebildet.

 

Dann ging es weiter ins Landesinnere, eigentlich über eine schnurgerade Asphaltstraße in Richtung Tan Tan. Rechts und links Wüste, soweit das Auge reicht, jedoch immer in einer anderen Form und Farbe. Kurz vor Tan Tan sind wir dann auf die Piste, ca. 8 Kilometer bis zur Ksar Tifnidilt gefahren, wo wir jetzt sitzen und auf das Abendessen warten. Ein wirklich spektakuläres Gebäude inmitten der Wüste, nur über eine teilweise tiefe und teilweise steinige und für schwere Reisenduros mit Gepäck recht schwer zu erreichende Festung. Aber die Mühe hat sich gelohnt.

 

Wir bewohnen ein kleines Turmzimmer mit einem atemberaubenden Blick über die Anlage und die Wüste. In einiger Entfernung trohnt noch auf einem Bergipfel der Rest einer ehemaligen französichen Festung. Wir sind hier bestens untergebracht und bleiben erst einmal zwei Tage.

 

 

Alles was wir derzeit schreiben, kommt etwas später zu Euch, da seit einigen Tagen Telefon und Internet nicht vorhanden sind. Geht aber auch mal ganz gut ohne diese Technik. Von daher, bis bald. JuPie

Donnerstag, 07.11.2013

Rund um die Ksar Tafnidilt - 73 Kilometer

Nach einer erholsamen Nacht in unserem Turmzimmer

 

sind wir heute bei bedecktem Himmel und recht böigem Wind in Richtung Tan Tan aufgebrochen, um uns einen Surfstick zu besorgen. Mit WiFi ist es hier unten in der doch extrem spärlich besiedelten Region der Westsahara recht schlecht bestellt. Also rein in einem Laden mit Handys in der Auslage und einen Stick der Maroc Telekom gekauft. Alles installiert und was ist, kein Empfang mit Maroc Telekom sondern nur mit Meditel. Also morgen wieder hin, eine zweite SIM-Karte kaufen, die Verkäuferin würgen und es noch einmal versuchen. Immer dasselbe mit der Telekom.

Neben dem kleinen Ausflug nach Tan Tan, die übrigens einen der hübschesten und zugleich auch kitschigsten Kreisverkehre Marokkos haben,

 

sind wir rund um unsere Unterkunft über die Pisten gefahren, haben Dromedare in Aufruhr gebracht und die zerfallene ehemalige französische Festung auf dem Berg gegenüber besichtigt.

 

 

 

Also ein recht ruhiger aber dennoch schöner Tag, bei dem wir unsere Offroad-Kenntnisse wieder etwas auffrischen konnten.

 

Wir hatten neben sehr steinigem und felsigem Untergrund auch tiefen Sand und Sandverwehungen, mittelschwere Steigungen und bergab reichlich Gröll. Also alles andere als anspruchslos mit unseren dicken Moppeds.

 

Am heutigen späten Nachmittag erwarten wir hier in der Ksar die Ankunft einer kleinen Ralley mit insgesamt 40 Personen. Da sind wir mal gespannt, was da für welche ankommen, und vor allem mit was für Fahrzeugen. Wir werden berichten, wenn es denn mit dem Internet mal wieder klappt.

Freitag, 08.11.2013

Von Ksar Tafnidiltnach Le Camp Beduin - 369 Kilometer

Einen Satz noch zur "Ralley", die gestern Abend ankam, Möchtegerngeländefahrzeuge, überwiegend Dacia Duster, alle mit wilden Aufklebern versehen, trafen ein und es stiegen Menschen in Jeans und Seidenhemdchen aus. Allesamt Einheimsiche, vermutlich aus der Stadt. Von wegen Ralley, eher ein organisierter Ausflug in den Sandkasten - pffft. cryingcrying

Heute Morgen haben wir uns vom wunderschönen Ksar Tafnidilt aufgemacht, um unseren südlichsten Punkt der Reise zu erreichen. Wir sind nun im wirklich einsam aber sensationell gelegenem Offroad Camp "Le Beduin" angekommen.

 

Das Camp liegt wirklich sehr schön oberhalb einer Salzsenke und bietet einige Beduinenzelte zum übernachten an.

 

Das haben wir auch gerne in Anspruch genommen, denn es war auch nicht im entferntesten daran zu denken, hier das eigene Zelt aufzuschlagen. Das Wetter ist zwar nicht schlecht, aber es stürmt vom feinsten, so dass uns das eigene Zelt vermutlich um die Ohren geflogen wäre. Beim Tanken in Laayaoune mussten wir das Motorrad kurz festhalten, weil es eine Sturmböe sonst vom Hauptständer geschoben hätte. Sehr anstrengend zum Motorradfahren. Haben dann heute noch sehr gut zu abend gegessen, es gab mal was anderes, Tajine mit Dromedarfleisch, wirklich sehr lecker, ein wenig wie Rindfleisch nur etwas kräftiger im Geschmack. Dazu Dosenbier aus Casablanca, alles ist gut. Mit 25 Grad ist es bislang die kälteste Gegend der Reise, hätten wir so nicht gedacht, in der Sahara, aber der wirklich kühle Wind bzw. Sturm vom nahegelegenen Altlantik ist schuld, der Sausack.

 

Samstag, 09.08.2013

Rundreise, Camp Beduin - Taryaya - Amgriou - Laayaoune - Camp Beduin - 248 Kilometer

Sind heute zu einer Rundreise gestartet, Ziel war eigentlich ein am Strand liegendes Schiffswrack südlich von Tarfaya. Das haben wir dann auch gefunden, es liegt wirklich spektakulär direkt am Strand.

 

Nach einem Fotostop sind wir dann weiter in südlicher Richtung gefahren, ohne zu wissen wo wir wirklich auskommen, weder bei Garmin noch auf unserer Karte war diese Straße verzeichnet. Aber sie war asphaltiert, also wird sie auch irgendwohin führen, und die grobe Richtung stimmte ja auch. Wir kamen dann letztendlich noch einen tollen Fahrt immer am Atlantik entlang südlich von Laayaoune aus. War wirklich toll, auf der einen Seite der Atlantik, auf der anderen Seite die Sanddünen der Sahara, hier geht wirklich Wüste und Strand ineinander über. Dabei macht die Wüste dann auch keinen Halt vor der Straße, so dass der Sand teilweise mehrere Zentimeter hoch auf der Straße lag, so dass eine kleine Offroadeinlage fällig wurde. Nur gut, wenn man sie rechtzeitig sah. Einmal musste gar ein Schaufelradbagger die Straße vom Sand räumen.

 

Der Strand teilweise über 90 Kilometer ein Traum, ohne das eine Menschenseele dort war, außer ein paar Angler, die dort scheinbar in ihren Hütten am Strand leben. In Laayaoune wird dann deutlich, dass es sich um einen Mitlitärstützpunkt handelt und die Verhältnisse um den Bereich der Westsahara noch nicht wirklich geklärt sind. Neben dem einheimischen Militär ist die Stadt voll mit den weißen Fahrzeugen der UN. Nachteil der ganzen Sache man, muss mehrfach eine unangenehme Prozedur über sich ergehen lassen. An jeder Einfallstraßein die Stadt ein Militärposten, das heißt anhalten, Helm aus, Reisepass abgeben, Fragen über sich ergehen lassen: Wo kommen sie her, wo wollen sie hin, wo schlafen sie, warum sind sie hier,..... ? Immer und immer wieder. Dann geht es weiter, um dann einige hundert Meter weiter von einem Polizeiposten angehalten zu werden. Und das gleiche Spiel von vorn. Immer sehr freundlich, aber auch immer nervend. Und jedesmnal werden Personalien und Daten des Reisepasses, sowie Fahrzeugdaten festgehalten, dann wird telefoniert. Irgendwann müssen die doch mal genug von uns haben denke ich mir, und schwupp der nächste Posten,........ . Das ging gestern und heute insgesamt mindesten 15 Mal so.

Auf dem Camp wurde übrigens zur Erfrischung aus Naturstein eine wunderschöne Wanne gemauert, die randvoll mit Wasser gefüllt ist, um sich nach einem anstrengenden Tag abzukühlen. Das habe ich natürlich genutzt.

 

Mann war die kalt, alter Falter, aber so was von. Die war ungefähr so ____ kalt surpriseangry. Aber das Besondere daran war, als ich aus dieser Wanne wieder raus kam, war die gar nicht mehr randvoll. Das ist bestimmt eines der vielen Geheimnisse der Wüste. Das lässt sich einfach nicht erklären. cryingcoolangel

 

Morgen fahren wir dann wieder Richtung Norden, vermutlich bis Guelmin, von dort weiter in den Antiatlas, wo wir zwischen Antiatlas und der Wüste ganz in der Nähe der algerischen Grenze einen Campingplatz anfahren wollen, auf den wir dann wieder einige Tage bleiben werden.

So, habe jetzt soweit alles nachgetragen, Fotos folgen später, auch das mit der Wanne lieber Burkhard cool. Aber jetzt zu einem wesentlichen Teil des Urlaubs  ESSEN ..... Bis später und viel Spaß beim Lesen.

Damit es etwas übersichtlicher bleibt und ihr keine Blasen vom Scrollen bekommt, wird eine neue Seite angelegt.

 

 

 

 

 

 

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