Sonntag, 27.10.2013

 

Da sind wir wieder. Schön, dass Ihr wieder reinschaut.

Nachdem wir 2011 in Marokko waren, haben wir uns geschworen, da fahren wir wieder hin. Und nach unserer Adria-Rundreise im letzten Jahr ist es nun wieder soweit.

Fünf Wochen liegen vor uns und unser Ziel ist in diesem Jahr die von Marokko verwaltete Region der West-Sahara. Geografisch zwischen Marokko und Mauretanien gelegen.

Erstmals haben wir in diesem Jahr unsere Motorräder mit einem LKW auf die Reise geschickt. Beim googlen fiel mir dabei die Spedition Engemann aus Hilden auf, die mit dem Service "Bike-on-Board" anboten, unsere Motorräder nach Barcelona zu transportieren. Wir haben daraufhin einen geeigneten Hin- und Rückflug von Düsseldorf aus gebucht. Der Service der Firma Engemann war bislang hervorragend. Die Motorräder werden in eigens gebaute Transportständer gestellt, verzurrt und dann mit Gabelstabler verladen.

Wirklich sehr gut und eine gute Alternative zum Autoreisezug, der uns um diese Jahreszeit auch nicht mehr nach Hause gebracht hätte, da er dann nicht mehr fährt. Und nun sitzen wir in Sabadell, einen Vorort von Barcelona in einem hübschen Hotel und warten darauf, dass wir Morgen früh unsere Motorräder in Empfang nehmen können.

Wir sind heute morgen um sechs Uhr in Düsseldorf losgeflogen, landeten um acht Uhr in Barcelona, von dort sind wir dann mit einem Bus bis in die Innenstadt, dann in die Metro bis Sabadell, dann noch einmal 15 Minuten zu Fuß und wir waren um elf Uhr im Hotel "Arrahona".

 

Bislang hat alles wirklich gut geklappt.

ALLES ???

Nein natürlich nicht alles. Bei der Ankunft im Hotel stellte meine wirklich herzallerliebste Frau fest, dass sie die ADAC-Mitgliedskarte und die Kreditkarte vertauscht hat. Ab da war mir ja schon mal klar wer hier die ganze Rutsche bezahlt. angryheart ADAC-Karte und Kreditkarte vertauschen, ja nee iss klar. Ein echter Fuchs meine Frau, ein Sparfuchs devil. Da muss man(n) sich die Geschichte mit dem Kameltauschgeschäft in Marokko wirklich noch mal durch den Kopf gehen lassen. wink

Gleich geht es erstmal in den Ort, da gibt es dann bei 26 Grad in der Sonne sitzend mal ein paar Bier und einige Tapas, bevor wir dann morgen Früh zur Spedition fahren und uns auf die Motorräder setzen. Von dort geht es dann erst mal in Richtung Süden. Wir hoffen, dass wir am Donnerstag in der Früh in Algeciras eine Fähre nach Tanger nehmen. Von dort geht es dann über Meknes nach Marrakech, wo wir einige Tage auf dem Campingplatz "Lerelais Marrakech" bleiben. Dort hat es uns 2011 bereits sehr gut gefallen, so dass wir beschlossen haben, da wieder hinzufahren. Ansonsten weicht die Route dieses Mal stark von der von 2011 ab. So zumindest der Plan. Aber wenn Ihr fleißig diese Seite besucht, werdet Ihr auf dem Laufenden gehalten.

So, es ist warm und ich habe Durst und Hunger und ich muss zahlen. (Autsch smiley

Tschüss

 

 

Montag, 28.10.2013

Von Sabadell nach Torrebaja  -  436 Kilometer

 

Nachem der gestrige Tag in einer kleinen Bar direkt neben dem Hotel noch mit ein paar Cerveza und einem Teller Serano Schinken

 

hervorragend zu Ende ging, schien heute morgen bereits um sieben Uhr die Sonne. Herrlich wolkenloser blauer Himmel erwartete uns. Also nix wie raus aus dem Bett, Route planen, aufs Navi überspielen, Motorradklamotten anziehen, mit dem Taxi eben die drei Kilometer zur Spedition fahren, aufsteigen und los geht die Reise.

Von wegen aber auch. angry

Route planen über Base-Camp funktionierte schon mal nicht so wie wir das wollten. Das Ding machte einfach Sachen, die einem zur Verzweiflung brachten. Viele Versuche später haben wir einfach aufgegeben. Also anziehen und die kleine Frau Garmin später am Motorrad planen lassen.

Also runter an die Rezeption, Hotel wurde ja bereits mit KREDITKARTE enlightenedenlightened von zu Hause bezahlt :-), dann war noch EIN Euro Kurtaxe fällig, so dass wir für die Übernachtung nun insgesamt 46 Euronen/ Zimmer zahlten. Wirklich ein sehr gutes Preis/ Leistungsverhältnis. Kann man wirklich weiter empfehlen. yesyesyes

Dann mit dem Taxi zur Spedition. Leider ließ uns der ortsunkundige Taxifahrer an der falschen Adresse raus, so dass wir mit reichlich Gepäck und Motorradklamotten noch einmal einige hundert Meter recht steil bergauf gehen mussten. Statt Joggen halt angry

Unsere Motorräder standen noch in den Transportständern, mit Hife von Angestellten wurden sie losgemacht. Einen Rucksack dort in einem Spind verstaut und dann ging es los. Da Base-Camp am Netbook morgens völlig versagte, einfach mal Teruel als grobe Richtung ins Navi eingegeben. Leider war Frau Garmin auch noch nicht richtig wach, so dass die Suche nach einem Satelitten fast eine halbe Stunde in Anspruch nahm angryangry. Also grobe Richtung Süden aus dem Gewerbegebiet raus, in nächste Gewerbegebiet rein, dann wieder ins nächste und noch eins und so weiter. Also der Großraum Barcelona ist alles andere als reizvoll. Nachdem wir gut 80 Kilometer unzähliger Kreisverkehre, Lagerhallen und Industrieparks passiert hatten, erst einmal mit einem Kaffee und einen Schinkenbaguette stärken.

Danach lief es dann viel geschmeidiger. Frau Garmin hatte eine schöne Strecke ausgesucht und führte uns durch das Motorradfahrerparadies der Provinz Aragon.

 

 

Schöner geht es wirklich kaum noch. Und das alles bei wolkenlosem Himmel und immer zwischen 23 und 26 Grad. Dazu kurvenreiche Strecke zwischen 500 und 1.400 Höhenmetern. smiley

 

 

 

Nun sitzen wir nach 437 Kilometern in der Provinz Valencia nach wirklich sensationell schönen Motorradkilometern in einem hübschen Hotel, welches auf den Namen "Casa Emilio" hört. Es hat eigentlich geschlossen heute, aber man hat uns ein paar Flaschen Bier gegeben, ein Flasche Rotwein und gegen 21:00 Uhr soll sogar noch jemand kommen, der uns was zu essen macht. Na da bin ich ja mal gespannt. Leider bekamen wir keinen Kontakt zum WiFi, so dass dieser Bericht samt Bilder etwas verspätet hochgeladen wird. Aber das hebt die Spannung. Bis bald.

 

 

 

 

Dienstag, 29.10.2013

Von Torrebaja bis Estepa  -  590 Kilometer

Also vorab, das mit dem Essen gestern Abend hat wirklich noch geklappt. Nur für uns hat der Koch sich noch mal ne Kochmütze wachsen lassen. Und was für eine, gegrilltes Forellenfilet, der Fisch angeblich vom Bach hintern Hotel. Sehr lecker war es und samt Gemüsesuppe und Nachspeise mit 9,10 Euronen auch noch was für den kleinen Geldbeutel.

Heute Morgen haben wir es denn nach einen Kaffee con Leche krachen lassen, wollten wir doch heute Kilometer machen. Trotz 9 Grad bewölkt hatten wir eine senationelle Tour. Durch Aragon, dann komplett durch die La Mancha, bis nach Andalusien.

 

In der La Mancha haben wir dann in einem Supermercado ein wenig Wegzehrung in Form von Schinken, Schinken, Schinken und Käse sowie zwei Flaschen Vino Tinto gekauft. cheekycheekycheeky

Zwischendurch kam dann Gott sei Dank die Sonne zurück und die Temperaturen stiegen auf etwa 20 Grad. Sind hier in einem hübschen kleinen Hotel in Estepa abgestiegen, das "Balcón de Andalucía".

 

 

Morgen haben wir dann noch etwa 200 Kilometer vor uns. Dann können wir uns in Ruhe um eine Fähre nach Marokko kümmern. Ein Hotel haben wir schon im Visier, da sind wir vor zwei Jahren schon abgestiegen. Es wird vermutlich wieder das "Meson de Sancho" werden. cheeky

  

 

Mittwoch, 30.10.2013

Von Estepa bis Algeciras  -  223 Kilometer

 

Nach einer wunderschönen und herzhaften Tapas-Orgie, u. a. mit.....

 

 

am Vorabend in Estepa sind wir heute morgen wieder bei frischen 9 Grad aber nur leicht bewölktem Himmel los. Es waren nur noch 223 Kilometer bis in den Hafen von Algeciras. Aber dabei waren ca. 100 der schönsten Motorradkilometer, die man sich nur vorstellen kann. Von Ronda bis nach Algeciras, Kurven über Kurven, dazu immer wieder der herrliche Ausblick auf die "weißen Dörfer" Andalusien.

 

Hier weiß man nie, soll man zügig fahren und die Kurven, oder schnell fahren und die unglaublich tolle Aussicht genießen. Am besten man fährt mehrfach hin und macht beides. Ronda, die "geteilte Stadt", ist immer wieder sehenswert. Nicht geteilt mit einer Mauer, wie wir das so kennendevil, sondern durch eine fast 100 Meter tiefe Schlucht, die quer durch die Stadt geht. Immer noch über eine Brücke (Puente Nuevo) aus dem 18. Jahrhundert zu überqueren.

 

 

 

Weiter in Richtung Algeciras haben wir dann einen kleinen Zwischenstopp an einem kleinen Hostal eingelegt. Dort haben wir bereits vor mehreren Jahren einige Tage genächtigt, damals waren wir noch mit unseren Yamahas unterwegs.

 

 

In Algeciras selbst, haben wir im Hafen dann erst einaml für Morgen die Tickets nach Tanger med. gekauft. Da das Büro der Acciona-Reederei geschlossen war, mussten wir die "Ticket-Geier" der Hafenmafia über uns herfallen lassen, die uns dann an ein Ticket-Büro vermittelten. Natürlich war dies das einzig Seriöse in ganz Andalusien, alles andere sollen wohl Verbrecher sein. Da haben wir ja richtig Glück gehabt, dass wir diesen vertrauensvollen Menschen auch getroffen haben. Ja ne iss klar angelcrying

Jetzt sitzen wir bei wirklich geilem Wetter auf der Terrasse der "Meson de Sancho" und warten darauf, dass wir müde werden. Dieses Vorhaben unterstützen wir mit Vino blanco und Cerveza, ach ja - und Tapas.

 

 

Und morgen Früh um 10:30 Uhr, legt unser Kahn ab. Wir hoffen, dass wir dann zügig durch den Zoll kommen, um dann entlang des Rif-Gebirges über Tetouan und Chefchouan bis nach Meknes zu fahren. Laut Frau Garmin sollen dies 312 Kilometer sein. Wir werden sehen.

Eins noch zu Frau Garmin, habe ich im letzten Jahr, insbesondere in Süditalien über Garmin gemeckert wie ein Irrer und das täglich, so muss ich sagen, in Spanien hat es bislang hervorragend funktioniert. War wirklich eine tolle und entspannte Wegführung bislang.

 

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